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BI MORSLEBEN
Initiative gegen das Atommüllendlager Morsleben e.V. 
Rostocker Straße 5, 38350 Helmstedt
Tel./Fax 05351/41861   E-Mail  
info@bi-morsleben.de

Was wir wollen:

  • Atommüll-Produktion stoppen - alle Atomkraftwerke abschalten!

  • Langzeit­sich­e­re und sicherheits­optimierte Lösung für die Atommüllkippe Morsleben:
    Morsleben  r i c h t i g  stilllegen!

  • Kein Herunter­schrauben der generellen Anforderungen
    an ein Atommüllendlager!

  • Sofortige Auslagerung der "zwischengelagerten" hochaktiven Abfälle
  • Einbeziehung aller Stillle­gungs­varianten
    wie (Teil/Komplett-) Rückholung oder Offenhaltung!

  • engmaschige Umgebungsüberwachung und laufende Veröffentlichung der Ergebnisse

  • Einrichtung einer Begleitgruppe zu Betrieb und Stilllegung mit unabhängigen Wissenschaftlern, Bürgern und Kommunen

  • Keine faulen Kompromisse zu Lasten von Menschen und Umwelt!


Sie können unsere Arbeit unterstützen:

  Schicken Sie eine Mail an info@bi-morsleben.de oder füllen Sie das Kontakt-Formular aus. 

  Überweisen Sie eine Spende an
  BI Morsleben, Kontonr. 7 215 270,  BLZ 250 500 00  bei der BSLK


 

Vereinssatzung

Satzung

 


Mai 2007
Gemeinsame Erklärung der Atommüllendlager-Initiativen

An zwei Orten in Deutschland wurde in den letzten Jahrzehnten Atommüll in tiefe geologische Formationen verbracht, um sie dort für alle Zeiten „wartungsfrei“ und nicht rückholbar zu lagern. Das „Endlager für radioaktive Abfälle in Morsleben (ERAM)“ in Sachsen-Anhalt und die ASSE II bei Remlingen (Kreis Wolfenbüttel). Die Erfahrungen mit diesen Endlagern sind dramatisch.

Daher wenden wir uns mit diesem Aufruf an die Öffentlichkeit. Das Endlager Morsleben ist so instabil, dass es im Rahmen bergbaulicher Gefahrenabwehr teilweise notverfüllt werden muss, ohne das atomrechtliche Schließungsverfahren abwarten zu können. In die ASSE II läuft seit nahezu 20 Jahren Wasser und nähert sich dem Atommüll bedrohlich. Selbst der Betreiber befürchtet ein Absaufen des Lagers und versucht, mit Hinweis auf eine akute Gefährdung, ein ordentliches, atomrechtliches Schließungsverfahren ganz zu umgehen und den Atommüll zu fluten. Die damit verbundenen Gefahren für Leben und Gesundheit für die AnwohnerInnen und künftige Generationen sind nicht hinnehmbar.

Trotz dieser offensichtlich katastrophalen Erfahrungen mit Morsleben und ASSE II soll mit Schacht KONRAD in Salzgitter in den nächsten Jahren ein weiteres Endlager in Betrieb genommen werden. Auch die Arbeiten am Erkundungsbergwerk in Gorleben sollen fortgesetzt werden. Zu diesen Standorten gibt es seit Jahrzehnten erhebliche wissenschaftliche und konzeptionelle Zweifel.

Wir wenden uns mit diesem Aufruf an die bundesweite Öffentlichkeit, weil es eine gemeinsame Verantwortung für den Umgang mit den atomaren Hinterlassenschaften gibt, die in nur einer Generation angehäuft wurden, aber das Leben tausender Generationen gefährden.

Wir stellen fest:

Dem Konzept der nicht-rückholbaren, wartungsfreien Endlagerung ist offensichtlich nicht zu trauen!

Bis heute gibt es weltweit kein wirklich abgesichertes, auf einem gesellschaftlichen Konsens beruhendes Konzept für die Endlagerung von Atommüll.

Angesichts dieser Erfahrungen halten wir es für dringend geboten, keinen weiteren Atommüll zu produzieren; vollkommen absurd ist das Ansinnen der Atomindustrie, die Produktion von Atommüll durch Laufzeitverlängerungen noch zu erhöhen.

Wir fordern:

1.Erste Priorität setzen auf die langzeitsichere Sanierung der Altlasten ERAM Morsleben und ASSE II unter Einbezug unabhängiger Wissenschaftler und der kritischen Öffentlichkeit!

2.Konsequenzen ziehen: Schacht KONRAD nicht in Betrieb nehmen, die Endlagerung in Gorleben nicht weiter vorbereiten!

3.Eine kritische, offene Auseinandersetzung mit dem Thema Atommülllagerung und einen ergebnisoffenen Neuanfang bei der Suche nach dem sichersten Umgang mit dem Atommüll!

Wittmar, im Mai 2007

Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.
ASSE-II-Koordination
BI Morsleben
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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