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Planfeststellung zur Stilllegung

Die BI Morslegen informiert gemeinsam mit dem BUND Sachsen-Anhalt über das Schließungs­konzept der „Altlast“ Morsleben und die Kritikpunkte daran. Es gibt viele offene Fragen zum tatsächlichen Gefahrenpotential, technischem Konzept und Langzeitsicherheit. Das Bundesamt für Strahlenschutz BfS hat das Konzept zur Genehmigung eingereicht. Wir setzen uns kritisch mit diesem Plan auseinander, weil wir eine Lösung mit maximaler Sicherheit wollen, und weil wir gegen die Verwässerung der Anforderungen an Atommüllendlager insgesamt eintreten.

Das BfS ist Betreiber der Anlage und Antragsteller der Planfeststellung. Eine wichtige Rolle spielt auch die von der Atomwirtschaft getragene Deutsche Gesellschaft für den Betrieb von Endlagern DBE in Peine. Das Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt muss als Genehmigungsbehörde letztlich entscheiden und hat  hat einen zehntägigen Erörterungstermin durchgeführt. In 13.635 Einwendungen, darunter eine Vielzahl von Einzeleinwendungen, werden Bedenken gegen den Stilllegungsplan erhoben. Mit der Unterstützung unabhängiger Wissenschaftler haben wir diese Einwände Ende 2011 bei der Erörterung des Stilllegungsplans geltend gemacht.

Ergebnisse der Erörterung haben wir in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem BUND und dem Morsleben-Workshop zusammengefasst.  Sie wird eingeleitet mit einer  kritischen Bewertung des Verfahrens, in dem den Antragstellern alle Mittel zur Verfügung stehen, den Einwendern hingegen nur ein äußerst begrenzter Etat.

Seit dem Erörterungstermin versuchen Antragsteller/Betreiber, die offenkundige Unzulänglichkeit des Plans zu heilen. Anfang 2013 hat die Entsorgungskommission des Bundes fundamentale Defizite des Langzeitsicherheitsnachweises nachgewiesen. Zudem ist der im Plan vorgesehene Streckenverschluss im bröckeligen Anhydrid schon im Versuch zum zweiten Mal gescheitert.

Die BI Morsleben setzt sich für eine Stilllegung der Atommüllkippe Morsleben mit maximaler Sicherheit für heutige und zukünftige Generationen ein. Dazu brauchen wir weiter fachliche Unterstützung von unabhängigen Wissenschaftlern, juristischen Rat und organisatorische Kraft. Daher bitten wir auch um Ihre finanzielle Unterstützung.

Im Morsleben-Workshop arbeiten BUND Sachsen-Anhalt e.V. , die BI Morsleben e.V., Arbeitsgemein­schaft Schacht Konrad e.V., der Asse II Koordinations­kreis, die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. und weitere atomkritischen Organisationen  zu­sammen.

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